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Die Saaler Gemeindeteile

 

Dem Markt Saal a. d. Saale gehören die Gemeindeteile Saal a. d. Saale und Waltershausen an.

 


 

Kurzcharakteristik von Waltershausen

 

Die Gründung des Dorfes war im karolingischen Landesausbau (vermutlich im 8. oder frühen 9. Jahrhundert) von einer „Waltrat“ veranlasst worden. Der ursprüngliche Name „Hohireod“ in der ersten urkundlichen Nennung (867 Schenkung an das Kloster Fulda) ist in der zweiten Urkunde (874) bereits geändert und gibt einen Hinweis auf die Gründerin. Das im hennebergischen Urbarium 1317 erwähnt adlige Geschlecht starb 1448 aus. Durch Heirat gelangte Waltershausen bis 1782 an die Marschalke von Ostheim. Verschiedene Besitzwechsel folgten, bis das Rittergut 1890 geteilt wurde in das Schloss und den Ökonomiehof. Letzten erwarb eine Genossenschaft von 39 Einwohnern. Im 30jährigen Krieg war das Dorf wegen Plünderungen und der Pest für zwei Jahre unbewohnt. Reformation und Gegenreformation bestimmten im 16. und 17. Jahrhundert das religiöse Leben, bis Waltershausen schließlich protestantisch wurde. Juden werden um 1600 erwähnt, 1731 errichteten sie eine Synagoge. 1806 kommt Waltershausen zum Herzogtum Würzburg, 1814 zu Bayern.


Waltershausen gehört zu den für das Grabfeld typischen Haufendörfern und zeichnet sich durch seine kompakte Geschlossenheit mit historischer, linearer Außengrenze im Norden und Süden (Milz/Mühlgraben) aus. Ein ausgedehntes Neubaugebiet befindet sich jenseits der Milz im Süden. Die historische Straßen- und Wegestruktur mit platzartigen Aufweitungen ist erhalten. Der langgestreckte Ortsumriss wird bestimmt durch die beiden parallel geführten Straßen. Annähernd der Achse der westlichen Hauptstraße (Martin-Luther-Str.) steht in Hanglage das Schloss mit seinem Ökonomiehof und der Kirche. Der Straßen- und Platzraum bezog sich - bevor um 1900 an der Stirnseite des Platzes das traufständige Haus (Im Schlosshof 2) und die östlichen Wirtschaftsgebäude des Ökonomiehofs errichtet wurden - auf die herrschaftlichen Bauten, so dass das Dorf Charakterzüge einer kleinen ländlichen Residenz trägt.
Als Hofform dominiert der Hakenhof, bei der hohen Verdichtung bisweilen geteilt zum Doppelhof: Martin-Luther-Str. 4/6, 8/10, Kirchplatz 1/3. Es gibt jedoch auch Parallelhöfe mit Scheunen an der nördlichen Seite der Martin-Luther-Str. 1/3, den Dreifachhof Schubertshof (Im Schlosshof 2, 4, 6) und als heute veränderter historischer Vierfachhof den Schulzenhof. Mit Eller 10, 10a sind (noch!) die Reste eines ehem. Sechsfachhofs erhalten.
In dem ritterschaftlichen Dorf sind als Merkmale der Peublierungspolitik der Grundherrren noch wenige Kleinhäuser am nördlichen Ortsrand zu finden (u. a. war dort auch der Standort der abgegangen Synagoge), die von Damastwebern bewohnt waren.

Als historisch bedeutsame Sondergebäude sind zu erwähnen: die Vierflügelanlage des Schlosses (1619, 1723 und 1965 umgebaut, Denkmal) mit seinem bemerkenswerten Schlosspark (Denkmalvorschlag), dem Magazin (um 1800) und der Remise (um 1900), die Kirche (16. Jh. Denkmal), das Pfarrhaus (1790), das Wirtshaus (Martin-Luther 7, um 1800), die Schule (1907/8), der Bullenstall (19. Jh.), die Milchsammelstelle und Dreschhalle (um 1930).

Der traditionelle Typus des Wohnstallgebäudes im Grabfeld hat ein (z. T. gestelztes) Sockelgeschoss (bzw. Sockelzone) aus Sandstein, je nach sozialer Stellung der Bewohner ein- oder zweigeschossiges Fachwerk und ist meist mit einem Satteldach gedeckt.
Die erhaltenen eingeschossigen Gebäude dieses Typus sind alle verputzt. Das älteste, 1592 errichtete, steht in der Martin-Luther-Str. 4, um 1800 sind Martin-Luther-Str. 3, Eller 5, 10, 10a sowie die Buchmühle erbaut. Dem 19. Jahrhundert zuzuordnen sind Martin-Luther-Str. 26, und der Zeit um 1900 Nenninger Str. 1, 3, Charlotte-von-Kalb-Str. 12 sowie Nenninger Str. 5 mit Giebelverstrebungen.
Lediglich fünf eingeschossige Wohnhäuser sind als massive Bauten (davon 3 wohl mit Fachwerkgiebeln) einzuschätzen: Eller 15 (wohl um 1800), Elfenweg 3, Charlotte-von-Kalb-Str. 3, 5 (z. T. mit Überformungen oder massiven Erneuerungen) sowie Brunngraben 1 und 3 aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.



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Anschrift
Markt Saal a. d. Saale
c/o VGem Saal a. d. Saale, Wiesenflecklein 4
97633 Saal a. d. Saale

Tel 0 97 62 / 91 00 - 0
Fax 0 97 62 / 91 00 - 30


Öffnungszeiten

Markt Saal a. d. Saale
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Wiesenflecklein 4
97633 Saal a. d. Saale

 

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